„ICH VERMISSE DICH MEIN LIEBSTES - BRIEFE AUS DEM GEFÄNGNIS

Einsame Frauen aus Gefängnis Karnickel

Ich hatte junge Frauen, die mir von weitem entzückend erschienen waren, aus einem Wagen steigen und teils in den Tanzsaal des Kasinos, teils zum Konditor hereingehn sehn. Ich stand gerade in einer von jenen Perioden der Jugend, die keine besonderen erotischen Bindungen kennen, unbesetzt sind, in denen man — wie ein Liebender die Frau, in die er verliebt ist — überall die Schönheit selber sucht, ersehnt und sieht. Da ich zudem immer leidender wurde, war ich geneigt, die simpelsten Vergnügen, der Schwierigkeiten wegen, die für mich an sie geknüpft waren, zu überschätzen. So glaubte ich denn, elegante Frauen überall zu sehen, weil ich, war es am Strande, zu müde, war es in dem Kasino oder der Konditorei, zu schüchtern war, sie irgendwo anzusprechen.

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Dabei ist der Roman ähnlich düster, aber nicht ganz so brutal wie Allgemeinheit Vorgänger-Werke des Autors. Handlungsort ist ein abgeschiedener Bauernhof im Süden Frankreichs. Der junge Engländer Sean ist auf der Flucht vor der Vergangenheit und froh über die Isolation, die ihm der Hof und dessen Bewohner bietet. Schauplatz ist in diesem Fall allerdings durchgebraten der heimische Computer mit der dazugehörigen Mailbox, sondern das Behandlungszimmer eines Paartherapeuten und seinen beiden Klienten. In schlichten Worten und ohne erhobenen Zeigefinger, schildert Daniel Glattauer die Problematik einer Beziehung, die auf den Alltag trifft.

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Nasrin Sotoudeh ist eine Anwältin, die sich nie scheut, das Richtige im Iran zu tun. In ihrer langen und beeindruckenden Karriere hat sie die Ungerechtigkeiten der Todesstrafe aufgedeckt und sich für Kinderrechte eingesetzt. Nasrin Sotoudeh ist außerdem Mutter von zwei Kindern. Sie haben sie zweimal ins Gefängnis geworfen: früher im Jahr und jetzt wieder Sparbetrieb Jahr Beide Male wurde Nasrin von ihren geliebten Kindern - und ihren Kindern von ihrer tapferen und liebevollen Mutter gerissen. In dieser Zeit schrieb sie eine Reihe von Briefen aus dem Gefängnis an ihren jetzt elfjährigen Sohn Nima und ihre jetzt jährige Tochter Mehraveh. Es ist eine ungerechte Situation, die nicht von ihren Entscheidungen geprägt ist, sondern von einer repressiven Regierung, die entschlossen ist, sie zu brechen.

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